Philosophie


Gestaltungsmittel Reduktion

Wie wenig braucht es um eine Geschichte erzählen zu können? Das Gestaltungsmittel Reduktion spielt bei unseren Inszenierungen eine zentrale Rolle. Die Phantasie und Vorstellungskraft von Kindern lässt sich mit einfachen Mitteln wecken. Deshalb setzen wir unsere Stücke mit möglichst wenig Material, Requisiten und technischem Aufwand um. Den Kindern soll so vermittelt werden, dass man keinen grossen Aufwand betreiben muss, um Theater zu spielen.


Figuren aus Plastik und Schaumgummi

Das Bühnenbild von 'Hotzenplotz!' besteht aus einer Wäscheleine, Wäscheklammern und Plastikhandpuppen. Das von 'Fritz Franz und Ferdinand' aus Haushaltskarton und Gummihühnern, die eigentlich als Hundespielzeug gedacht sind. Für 'Wilhelm Kasperli Tell' haben wir die Köpfe von Plastikhandpuppen auf Puppenkörper montiert. Die Handfiguren, die in diesen Stücken mitspielen, wurden alle an Flohmärkten zusammengesucht. Da wir in diesen Produktionen sämtliche 'Regeln' des Figurenspiels ignorieren, sind die hässlich-charmanten Gummipuppen für diese Stücke genau richtig.

Bei den neueren Produktionen "Piggeldy und Frederick" und "Der Tag, an dem Louis gefressen wurde", haben wir uns intensiver mit der Puppenanimation auseinandergesetzt. Unsere Protagonisten (Schweine, Kinder, Monster) hat Sibylle Grüter aus Schaumgummi geschnitzt. Schaumgummi hat ein wunderbares Eigenleben und ist recht störrisch. Die "Rohlinge" (alte Matratzen), aus denen die Figuren entstanden sind, haben wir im Brockenhaus aufgestöbert.


Altbekannter Stoff - neu, frisch und frech umgesetzt

Unsere Produktionen richten sich in erster Linie an Kinder, bieten aber auch Erwachsenen beste Unterhaltung. Bei der Entwicklung unserer Stücke setzen wir häufig auf altbekannte Stoffe (Räuber Hotzenplotz, Grimms Märchen, Wilhelm Tell, Piggeldy und Frederick, die Weihnachtsgeschichte) die wir frisch und frech umsetzen.


Puppen und Spieler im Rampenlicht

Bei Gustavs Schwestern stehen nicht nur die Spielfiguren im Rampenlicht, auch die Puppenspielerinnen (Jacqueline Surer und Sibylle Grüter) sind aktiv am Geschehen beteiligt. Sie erzählen die Geschichte, mischen sich ein, manipulieren auch einmal eine Szene und tragen Konflikte aus. In unserer offenen Spielform sind Puppenspiel und Schauspiel gleichberechtigt. Daraus ergeben sich unzählige Spielmöglichkeiten, die wiederum viel mit dem kindlichen Spiel zu tun haben. Auch Kinder steigen beim Spielen in die Geschichte ein und aus und wechseln immer wieder die Ebene.

Kasperli